Ein
Vierteljahrtausend Villeroy &
Boch - Ein Industrieunternehmen,
das älter ist als die Industrialisierung
selbst, zählt nicht nur in
Deutschland zu den ganz seltenen
Ausnahmen.
Der Anfang des ältesten Unternehmensbereichs
von Villeroy & Boch geht zurück
auf das Jahr 1748, als der angesehene
Eisengießer François
Boch im lothringischen Audun-le-Tiche
mit der Herstellung von einfachem
Keramik-Geschirr begann.
Der Grundgedanke des Firmengründers
war, eine Alternative zum teuren
Porzellangeschirr zu schaffen,
das damals nur den Begüterten
erschwinglich war. Nach vielen
Versuchen gelang es, neue Materialzusammensetzungen
zu entwickeln, die dem Steingut
eine Anmutung von Porzellan und
damit eine höhere Wertigkeit
gaben.

1809 erwarb der
erfinderisch hochbegabte Jean-François
Boch die säkularisierte Benediktiner-Abtei
in Mettlach an der Saar - den
heutigen Konzernsitz -, wo er
eine weitgehend mechanisierte
Geschirrfabrikation einrichtete.
Mit seinen größtenteils
selbst konstruierten Fertigungsmaschinen
ebnete er den Weg von der damals
handwerklichen Keramikherstellung
hin zur kostengünstigen,
industriellen Serienproduktion.
Damit leitete er zugleich die
Demokratisierung der Tischkultur
ein.
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